Pilates ist ein höchst effektives Übungssystem, das im Einklang mit einer tiefen, bewussten Atmung und mit hoher Konzentration langsam und präzise durchgeführt wird. 

Die Bewegungen sind fließend und geschmeidig. Doch obgleich Pilates alle Muskeln in Ihrem Körper kräftigt und dehnt, gilt es in erster Linie als klassisches Rumpftraining. Schließlich ist es das oberste Ziel, ein starkes und stabiles Körperzentrum aufzubauen. Neben den oberflächlichen Muskeln wird daher auch die tiefe, wirbelsäulennahe Muskulatur beansprucht.

Es kann also gut sein, dass Sie durch das Pilates-Training Muskeln entdecken, von denen Sie bisher noch gar nicht wussten, dass es sie überhaupt gibt. Pilates verleiht Ihnen Ausstrahlung, Haltung, Beweglichkeit und Kraft. Es entspannt und baut Stress ab und Sie fühlen sich nach dem Training wie neugeboren, frisch und erholt.

Methode

Pilates verbindet Bewegung mit Kraft, Atmung mit Wahrnehmung, Haltung mit Beweglichkeit, Anspannung mit Entspannung, und obwohl die Techniken – zumindest am Anfang – recht einfach sind, kann man die Trainingsergebnisse schnell sehen und spüren.

Joseph Pilates: „Nach 10 Stunden fühlen Sie sich besser, nach 20 Stunden sehen Sie besser aus, nach 30 Stunden haben Sie einen neuen Körper“.

Pilates gehört vor allem in England und in den USA zur Ausbildung an anerkannten Tanzschulen und Hochschulen. Aber auch an der Hamburger Staatsoper oder am Düsseldorfer Ballett wird nach Pilates trainiert. In der medizinischen Rehabilitation, zum Beispiel nach Sportverletzungen, werden die Pilates-Übungen ebenfalls eingesetzt.

Immer mehr Physiotherapeuten arbeiten mit der Pilates-Methode in ihrer Praxis, sowohl im Einzel-, als auch im Kleingruppentraining. Teilweise wird Pilates vom Arzt verordnet („gerätegestützte Krankengymnastik“). Unter Anleitung kann man die Übungen bei Rücken und Schulterproblemen, bei Hüftdysplasie oder bei ungleich langen Beinen einsetzen.